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Der Verkauf einer überschuldeten GmbH ist keine Flucht

Geschäftsführer einer überschuldeten GmbH befinden sich immer in einer schwierigen Situation. Auf die Insolvenz zuzusteuern bringt immer den Ruf mit sich des Versagens. Während es bei einem beruflichen Aufstieg viele Kollegen und Geschäftspartner kaum erwarten können sich in diesem Erfolg zu sonnen, sind diese Menschen bei einer Kehrtwende plötzlich meilenweit entfernt. Vielen Geschäftsführern bleibt in dieser Situation der Eindruck nicht verborgen, dass diese früheren Weggefährten glauben könnten, dass der unternehmerische Misserfolg auf sie abfärben könnte. Diese bedrückende Situation mit einem Verkauf der GmbH zu beenden, führt jedoch schnell dazu, dass die Geschäftsführer abermals an sich zu zweifeln beginnen. Das Gefühl die selbst aufgebaute GmbH in den letzten Atemzügen liegend zu verlassen, stellt nicht selten die eigene Loyalität infrage. Anstatt zu lange über diese Entscheidung zu grübeln, sollte sich die Betroffenen lieber mit Menschen unterhalten, die bereits den Weg der Insolvenz gegangen sind. Fast einhellig werden diese von einem geschädigten Ruf und negativen Auswirkungen auf die eigene Bonität berichten. Wer dies in den Vergleich zu den eigenen Gewissensbissen stellt, merkt schnell, dass es an dieser Stelle an der Zeit ist an sich selbst zu denken.

Der Beginn der 21 Tage Frist bis zur Insolvenz ist kein Grund auf einen Verkauf zu verzichten

PhotoMIX-Company / Pixabay

Eine Überschuldung ist eines der Kriterien bald Insolvenz anmelden zu müssen. Führen die angehäuften Schulden in die Zahlungsunfähigkeit ist es nur eine Frage der Zeit bis vor dem zuständigen Amtsgericht die Insolvenz beantragt werden muss. Ist die Zahlungsunfähigkeit klar erkennbar lässt sich dieser Zeitraum exakt auf 21 Tage eingrenzen. Dieser Zeitraum ist eng bemessen, aber nicht zu gering, um den Verkauf von der Erstberatung bis zum Notartermin über die Bühne zu bringen. Wichtig ist es hierbei jedoch mit dem Käufer zusammenzuarbeiten und diesem alle benötigten Unterlagen zur Verfügung zu stellen. Da dieser natürlich nicht die Katze im Sack kaufen möchte, werden nicht nur die ausstehenden Verbindlichkeiten geprüft, sondern auch etwaige dubiose Zahlungen. Finden sich solche, nehmen seriöse Käufer immer Abstand von dem Geschäft, da diese Beträge so gut wie immer vor den Gläubigern in Sicherheit gebracht werden sollten. In diese Straftaten verwickelt zu werden ist auch für erfahrene Firmenbestatter eine Situation, in der sich kein Käufer wiederfinden möchte. Leasingverträge oder auch Kreditverträge sind dagegen kein Problem, da die Käufer diese im Anschluss an die notarielle Beglaubigung des Kaufvertrags ebenfalls übernehmen. Läuft die Zeit, muss es dennoch noch nicht zu spät sein, um für die eigene Zukunft die richtigen Weichen zu stellen.

Mehr dazu: Überschuldete GmbH verkaufen

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